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Eine Projektarbeit in der SVE - Erfahrungen einer FOS-Praktikantin

beschrieben von Skadi Lilja Fiala:
 
Das erste Halbjahr meiner Praktikumszeit an der FOS Rosenheim, verbrachte ich in der Schulvorbereitenden Einrichtung des Förderzentrums Rosenheim, wo es mir wirklich sehr gut gefallen hat. 
Ein paar Wochen meines Aufenthalts wurden besonders aktiv und kreativ gestaltet, denn ich und meine Mitschüler sollten mit den Kindern in unserer Praktikumsstelle eine Projektarbeit machen, von der ich hier berichten möchte.
Die Leiterin meiner Gruppe, Frau Kronenbitter schlug vor, mit den Vorschülern in die Stadtgalerie zu gehen, wo derzeit die Ausstellung „Zum Kuckuck“ stattfand und ich doch aus dem Thema der Ausstellung, also Tiere in Bilderbüchern, mein Projekt ausbilden könnte.
Ich empfand das als eine sehr gute Idee und so unternahm die ganze Gruppe einen Ausflug in die Stadtgalerie.
Dort waren die verschiedensten Illustrationen von Tieren aus Bilderbüchern ausgestellt, in unterschiedlichen Mal-, Bastel- und sogar Klebetechniken.
Schnell stellte sich heraus, dass viele Kinder bereits ein Lieblingstier hatten und es wurde auch viel über die, teils lustigen Ausstellungsstücke gelacht, sowohl als auch gestaunt. Viele Kinder meinten davor schon, dass Ausstellungen langweilig seien, dieser Ausflug war es jedoch sicherlich nicht.
Für mein Projekt beschloss ich, zusammen mit den Kindern, Bücher mit Tieren darin zu erstellen. Jedes Kind konnte sich ein Tier aussuchen, das es quasi bearbeiten würde.
Die Vorschüler hatten die Aufgabe, das Tier fertig zu malen, da eine Hälfte des Tieres ausgedruckt vorhanden war und es einmal komplett selbstständig zu malen.
Außerdem setzte ich mich mit je einem Kind zusammen und es sollte überlegen, was die Eigenschaften des Tieres sind. Wie fühlt es sich an, wenn du das Tier streichelst? Was ist typisch für das Tier? Was gibt es besonderes an dem Tier, das du dir ausgesucht hast?
Nach dieser Aufgabe, sollte das Kind sich mit „seinem“ Tier Sätze überlegen, auch in der Mehrzahl um nicht nur im kreativen, sondern auch sprachlichen Bereich ein wenig zu üben und gleichzeitig ein wenig über das Tier zu lernen. 
Hierbei war ich ehrlich erstaunt über die Fantasie und den Einfallsreichtum vieler Vorschüler. Von einem tanzenden Hasen, bis hin zu Oktopussen die Meerjungfrauen in ihrem Schloss besuchen, hörte ich wunderbare Sätze.
Alle diese Aufgaben wurden dann in je einem Buch für je ein Kind zusammen gefasst und das ist gleichzeitig mein Abschiedsgeschenk an die Kinder, da ich schließlich wohl oder übel, am Ende des Halbjahres, die SVE verlassen werde.
Ich finde es wichtig, dass Kinder ihre Kreativität und eben auch Fantasie frei ausbilden können und fand es umso schöner, dass sich in meinem Projekt alle diese Aspekte vereinen ließen. Zugleich war ich sehr stolz auf die tollen Leistungen der Kinder und hatte ebenfalls viel Spaß bei der Arbeit. 
Das Thema Tiere kann man wirklich unglaublich weit und abwechslungsreich ausbauen.
Also machten wir zudem an einem Morgen nochmal eine kleine Expedition ins Reich der Tiere. Frau Kronenbitter und ich hatten alle möglichen Materialien aus der Tierwelt zusammen gesucht, wie beispielsweise Wolle, Schlangenhaut, einen Fuchszahn und Muscheln. Die Kinder sollten, wenn die Materialien von Kind zu Kind gegeben wurden, diese genauestens betrachten und betasten.
Auch machten wir ein Ratespiel mit Nahaufnahmen von Tierfellen und -häuten und ließen die Kinder, als das Foto nach und nach aufgedeckt wurde, raten welches Tier das Bild wohl zeigt.
Ich fand außerdem im Internet viele kurze und oft sehr lustige Reime, zu den unterschiedlichsten Tieren, mit dazu passenden Bildern.
Diese druckte ich aus und daraus wurde ein Spiel für die Kinder. Ich las einen Reim vor und die Vorschüler mussten das dazugehörige Bild finden, teilweise auch um die Wette.
Dieses Spiel zählt definitiv zu den allerschönsten Erfahrungen in meinem gesamten Praktikum. Ich hatte gedacht, dass den Kindern das Spiel nach zwei Runden sowieso zu langweilig werden würde, aber von wegen.
Es konnte kaum jemand erwarten, wieder mit dem Suchen dran zu kommen und es ist unglaublich toll zu wissen, dass man selber eine Idee hatte, die den Kindern so eine Freude und so einen Spaß macht. Damit meine ich nicht nur das gerade beschriebene Spiel, sondern auch das gesamte Projekt.  
Das Spiel mit den Reimen wird die Gruppe für weitere Male behalten und der Hauptteil des Projekts, also die Bücher, werden den Kindern hoffentlich noch lange Freude bereiten.


Die Gruppe in der Ausstellung „Zum Kuckuck“


Die fertigen Bücher


 
 

 

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